Der Gipfel menschlicher Kreativität

Wir leben im 21. Jahrhundert und Videospiele sind nicht nur längst zur reichhaltigsten Form des Geschichtenerzählens avanciert, sondern bilden darüber hinaus zweifellos den Gipfel menschlicher Kreativität. Gewagte These? Ich weiß nicht. Ich behaupte, sie ohne großen Aufwand belegen zu können. Gut, die folgende Abhandlung mag sich nicht ausschließlich auf objektive Argumente stützen, aber dennoch bin ich überzeugt, dass wir am Ende die eine oder andere Ansicht teilen werden – wenn wir das nicht ohnehin schon tun.

Das Offensichtlichste zuerst: Kein anderes Medium gesteht dem Rezipienten zu, Geschichten derart aktiv mitzugestalten – zumindest nicht, während sie bereits erzählt werden. Ansätze dessen finden sich in Film und Fernsehen, in Literatur und Hörspiel, sogar in Oper und Theater, doch der Preis für die konsequenteste Umsetzung interaktiver Erzählungen geht ohne Frage an die Fraktion der Videospiele. Die Tatsache, aktiv am Geschehen teilhaben zu können, eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Sie hebt die Immersion auf ein höheres Level und macht Gefühle greifbarer, als es andere Medien jemals könnten. Es ist ein Unterschied, ob ich mich bloß in die Lage eines vom Schicksal gebeutelten Protagonisten hineinversetzen kann, oder ob ich seine Lage obendrein mitzuverantworten habe. Außerdem fühlt es sich gänzlich anders an, Geheimnissen selbst auf die Schliche zu kommen, anstatt dabei lediglich zuzusehen und Vermutungen anzustellen. Ein gutes Spiel nimmt mich und meine Entscheidungsgewalt ernst, lässt mir Freiheiten und belohnt mich für kreative Lösungsansätze. Apropos Kreativität … nicht jedes großartige Spiel glänzt durch ausgefeilte Erzählstränge. Was ein Werk unvergesslich macht, ist manchmal schlicht und ergreifend das clevere Design, der unermessliche Ideenreichtum oder die beeindruckende Liebe zum Detail.

Nichts für Erwachsene?

Shigeru Miyamoto, der vermutlich angesehenste und unbestreitbar einflussreichste Spieleentwickler aller Zeiten, der Schöpfer universell bekannter Franchises wie „Super Mario“, „The Legend of Zelda“ und „Donkey Kong“, ist dafür berüchtigt, keinen allzu großen Wert auf Story zu legen. Rette die Prinzessin und fertig. Gleichwohl gilt so gut wie jedes Werk, an welchem der Mann beteiligt war, als Meilenstein. Innovation wohin das Auge blickt, befeuert von purer Leidenschaft für die Sache. Die bunte Welt eines „Pikmin“ ist schnell als oberflächliche Unterhaltung für Kinder abgetan, die gewieften Mechaniken, die fantasievollen Ideen oder die einzigartigen Konzepte dahinter werden dabei allerdings gern übersehen. Überhaupt, Videospielen lastet nach wie vor der Ruf an, nichts für Erwachsene zu sein. Amüsant, wie ich finde. Während sogenannte Erwachsene nämlich regelmäßig zusammenkommen, um Wettrennen bunter Figürchen auszuwürfeln oder Miniaturmodelle von Kriegsmaschinen auf Schlachtfeldern aus Pappkarton gegeneinander antreten zu lassen, haben sie das Alter, um digitale Spielerlebnisse für voll nehmen zu können, selbstverständlich längst überschritten.

Wir befinden uns in einer Zeit des Wandels und Videospiele werden längst nicht mehr so sehr belächelt wie anno dazumal, ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft haben sie jedoch auch heute noch nicht ganz gefunden. Da hilft es kaum, dass mitunter Hollywoods talentierteste Drehbuchautoren für die Geschichten hinter AAA-Titel verantwortlich zeichen oder begnadete Komponisten wie Hans Zimmer an den Soundtracks mitwirken. Aus der ehemals nischigen Szene ist zwar längst eine Multi-Milliarden-Dollar-Branche geworden, doch scheint es eine Multi-Milliarden-Dollar-Branche für eine Randgruppe der Gesellschaft geblieben zu sein. Ich weiß nicht, womöglich standen ältere Semester einst auch den ersten Spielfilmen oder gar Romanen skeptisch gegenüber, aber Fakt ist, dass Videospiele weiterhin an Bedeutung gewinnen werden – denn nirgendwo sonst fließen derart viele verschiedene Arten von Kunst zusammen.

Mehr als nur ein paar Pixel

Obwohl es unter dem Retro-Banner noch immer vorkommt und durchaus seinen Reiz haben kann, ist die Zeit, in der Videospiele aus ein paar Pixeln und 8-Bit-Melodien bestanden, definitiv vorüber. Heutzutage werden Schauspieler verpflichtet, um die Bewegungen der Figuren naturgetreu darstellen zu können, professionelle Synchronisationsstudios mit der Aufnahme der Dialoge betraut und, ja, renommierte Schreiber und Musiker engagiert. Nehmen wir ein Meisterwerk wie „The Last of Us“ und schauen uns seine einzelnen Bestandteile einmal genauer an.
Beginnen wir erneut mit dem Offensichtlichsten, in diesem Fall also mit der Optik: Obgleich wir es hier mit einem Spiel der vorletzten Konsolengeneration zu tun haben und die Technik mittlerweile ein gutes Stück vorangeschritten ist, würde ich es zu den bestaussehenden Titeln der Videospielgeschichte rechnen. Selten wurde der Kontrast zwischen urbaner Vergänglichkeit und wiederkehrender Natur stimmiger umgesetzt. Ganz egal, ob man das postapokalyptische Boston erkundet, im Winter durch Wyoming streift oder sich in den Ruinen Salt Lake Citys wiederfindet, atemberaubende Kulissen und unvergessliche Bilder reihen sich nahtlos aneinander.

Es sind Momente wie dieser, die sich ins Gedächtnis einbrennen.

Widmen wir uns anschließend der klanglichen Untermalung des Ganzen. Der Mann dahinter hört auf den Namen Gustavo Santaolalla und war bereits vor „The Last of Us“ alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Er gilt als Mitbegründer des sogenannten Rock en Español und trat schon als Solokünstler, Songwriter und Produzent in Erscheinung. Seit den frühen 2000ern war er in erster Linie für sein Mitwirken an diversen Filmsoundtracks wie dem von „Brokeback Mountain“ bekannt, was ihm eine beachtliche Anzahl an Preisen einbrachte. Sein sonstiges Schaffen mag großartig sein, doch was er hier geleistet hat, ist unfassbar. Allein das Hauptthema verpasst mir mal um mal eine Gänsehaut und rührt mich zu Tränen. Mit einfachsten Mitteln erzeugt Santaolalla eine unvergleichlich beklemmende, hoffnungslose und doch wunderschöne Atmosphäre, dass ich nicht anders kann, als ihm meinen größten Respekt zu zollen. Ein absolutes Referenzwerk, aber überzeugt euch selbst:

Kommen wir zur Geschichte. Spoiler möchte ich vermeiden, denn wer „The Last of Us“ noch nicht erlebt hat, soll weiterhin die Möglichkeit haben, dies in seiner vollen Eindringlichkeit nachholen zu können. Ich beschränke mich daher auf die Wirkung der Handlung; ohnehin ist es in diesem Fall vor allem die Erzählweise selbst, die begeistert. Gefühlvoller und mitreißender kann eine Geschichte nicht dargeboten werden. Ich kenne niemanden, der im ersten Abschnitt des Spiels nicht mindestens schwer schlucken musste und ich kenne niemanden, den das Ende kaltgelassen hat. Ich kenne niemanden, der nicht von besagtem Anfang bis zu besagtem Ende gefesselt war und habe noch nicht ein einziges Mal vernommen, dass die Regie an irgendeiner Stelle einen Fehler gemacht hätte. Das Storytelling von „The Last of Us“ ist nichts anderes als perfekt. Mehr muss dazu eigentlich nicht gesagt werden.

Was haben wir also bislang? Überwältigende Optik, grandiose Musik, fesselnde Geschichte – schön und gut, aber nichts, was nicht auch ein ambitionierter Film bieten könnte, höre ich den Skeptiker meckern. Und, ja, so weit ist das korrekt … nur geht es eben noch weiter. Als Alleinstellungsmerkmal von Videospielen sorgt die ausgeprägte Interaktivität auch hier wieder für eine einzigartig immersive Erfahrung. Trotz vergleichsweise linearen Spielverlaufs gibt es in „The Last of Us“ nämlich eine Unzahl an Dingen zu entdecken. Alte Fotos, überhastete Abschiedsbriefe, hoffnungsvolle Tagebucheinträge oder schockierende Geständnisse auf Tonbandgeräten – wenn ich mich darauf einlasse, offenbart sich mir eine Spielwelt, die einnehmender kaum sein könnte. Es ist keine lebendige Welt und doch strotzt sie vor Leben. Vor einstigem Leben … und ich bin es, der all das entdeckt. Nichts davon wird mir aufdringlich präsentiert, nein, wenn ich mehr erfahren möchte, muss ich selbst danach Ausschau halten, abseits der Wege nach Informationen suchen. Ich habe die Wahl.

Ein Herz für Nintendo

„The Last of Us“ ist ein herausragenes Gesamtkunstwerk, aber dennoch kein Einzelfall. Es gibt weitere Titel, die an dieser Stelle Erwähnung verdient haben, zum Beispiel die ersten beiden „Bioshock“-Teile (was für eine Szenerie), „Shadow of the Colossus“ (eine Blaupause in Sachen subtile Erzählweise) oder das „Tomb Raider“-Reboot von 2013 (moderne Action-Adventure-Perfektion). Auch so mancher Indie-Titel wie „Hollow Knight“ begeistert auf sämtlichen Ebenen. Doch so sehr ich all diese Spiele auch in mein Herz geschlossen habe, im Grunde schlägt ebendieses für Nintendo.
Ja, einige meiner absoluten Lieblingstitel legen weniger Wert auf Realismus oder ausgefeilte Handlungen, sondern bestechen durch Einfallsreichtum sowie kurzweiliges und gleichermaßen interessantes Gameplay. Davon abgesehen steht eine simple Story nicht zwingend einer komplexen Spielerfahrung im Weg. Die „The Legend of Zelda“-Reihe beispielsweise verkörpert Erkundung und Abenteuer wie keine zweite. Ach, und da kein umfassender Beitrag über Videospiele komplett wäre, ohne sich der Frage aller Fragen anzunehmen, möchte ich die Gelegenheit nutzen und kurz auf „Ocarina of Time“ eingehen: Ist der vierte Ableger der „The Legend of Zelda“-Reihe denn jetzt beste Spiel aller Zeiten oder nicht?
Nun, wenn man dem weltweiten Wertungsdurchschnitt von 99% Vertrauen schenkt, ist die Antwort natürlich schnell gefunden. Tatsächlich habe auch ich es lange als meine unangefochtene Nummer 1 angepriesen. Mittlerweile favorisiere ich zwar andere Spiele, doch objektiv und im Kontext seiner Zeit betrachtet, würde ich die Frage nach wie vor mit einem klaren Ja beantworten. Es hat den Grundstein für beinahe alles gelegt, was sich über die letzten zwanzig Jahre entwickelt hat und macht noch heute eine spektakuläre Figur – sein Einfluss kann gar nicht zu hoch bewertet werden. Simpel gesagt: „Ocarina of Time“ ist beste Spiel aller Zeiten, als meinen persönlichen Favoriten würde ich es heutzutage allerdings nicht mehr bezeichnen. Vielleicht würde ich das … wäre da nicht die „Metroid“-Reihe.

„Metroid“, das Nonplusultra in Sachen Gamedesign. Obschon die einzelnen Teile der Serie keine ausufernden Geschichten erzählen, ist das Universum, in welchem das Geschehen stattfindet, bis ins letzte Detail ausgearbeitet und folglich unglaublich komplex. Besonders die „Prime“-Ableger beeindrucken durch eine solche Menge an verborgenen Informationen, dass es schon fast an Irrsinn grenzt. Nichtsdestoweniger bin ich niemals gezwungen, mich damit auseinanderzusetzen, denn die Titel funktionieren auch komplett losgelöst davon. Das Gameplay in Kombination mit der heraufbeschworenen Atmosphäre reicht bereits absolut aus, um eine immense Faszination zu entfesseln. All das macht „Metroid“ für mich zur vollkommensten Spielereihe überhaupt – was wahrlich etwas heißen will.

Kunst durch und durch

Vom Gipfel menschlicher Kreativität habe ich eingangs gesprochen, und dabei bleibe ich. Videospiele sind Kunst durch und durch. Sicher gibt es dort draußen eine Menge oberflächlichen Müll, doch mit diesem Problem hat jede Kunstform zu kämpfen. Ist man bereit, sich mit der Materie zu beschäftigen, wird man alsbald auf wahre Juwelen stoßen. Manche Spiele begeistern durch ausgereifte Geschichten und vereinen sie mit filmischen Elementen, Musik und bildender Kunst, andere fokussieren sich auf einzelne dieser Aspekte. Was ihnen allen gemein ist, ist dass sie darauf aufbauen, die Basis um höchstmögliche Immersion erweitern und damit völlig individuelle Erlebnisse liefern, auf die sich dennoch Millionen von Spielern einigen können. Videospiele sind weit mehr als ein stupider Zeitvertreib. Im Gegenteil, zahlreiche Studien haben bereits ihren positiven Einfluss auf die Entwicklung kognitiver und motorischer Fähigkeiten Heranwachsender nachgewiesen. Darüber hinaus werden ihnen in medizinischen Kreisen eine ganze Reihe positiver Auswirkungen auf unterschiedlichste Krankheitsbilder attestiert, so sollen sie zum Beispiel den Ausbruch von Altersdemenz verzögern können.
In meinem Kopf geistern weiterhin zahllose Daten, Fakten, Erfahrungen und Meinungen umher und ich könnte noch Stunden damit zubringen, sie niederzuschreiben. Da dieser Beitrag allerdings schon jetzt droht, den Rahmen zu sprengen, lasse ich es fürs Erste gut sein. Ich denke ohnehin, ihr habt inzwischen genug Zeit vor dem Bildschirm verbracht. Wie war das noch gleich mit den viereckigen Augen?


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Zwischenweltler
Zwischenweltler
23. August 2021 09:19

Ich will’s kurz machen.
Mich begeistert vor allem der technische Hintergrund dieser Games. Da ich selbst Programmierer bin, kann ich ganz gut einschätzen, welch gigantischer Aufwand dahintersteckt (und auch welche Rechenleistung davon verschlungen wird). Und dass die kreative Umsetzung, von der Idee über die Bilder bis zur Musik, immer mehr zu vollwertigen Kunstwerken avanciert, steht für mich außer Frage.
Dennoch möchte ich eine Behauptung aufstellen:
Die besten und kreativsten Interaktiv-Geschichten schreibt immer noch das reale Leben. Und um diese tollen Storys nicht zu verpassen, darf man sich nicht vollends in den virtuellen Welten verkriechen.

In diesem Sinne: Bleibt schön kreativ – hier wie da – und lasst das reale Leben nicht gänzlich außen vor!

Liebe Grüße
Z.

mo/me/
23. August 2021 09:29

Mein Mann ist ein Winterspieler. Wenn es dunkel und ungemütlich draussen wird, setzt er sich schon ab und an mal vor die Konsole. Das Spiel The Las Of US ist eines der großartigsten Spiele die ich jeh gesehen habe. Das weiss ich, da ich ihm gern dabei zusehen, aber nur bei dem Spiel. Ich selber war der Zelda und Tomb Räder-Fan …. damals, vor langer Zeit 😄

mo/me/
23. August 2021 09:30
Antwort an  mo/me/

Tomb Rider natürlich… 😂

mo/me/
23. August 2021 14:02
Antwort an  Kevin Schmidt

Ich habe noch The Legend Of Zelda auf der alten Steckkonsole gespielt. So eine schöne Erinnerung. Meine Tochter hat es mir zu Weihnachten für die Switch geschenkt, aber das ist nicht vergleichbar.

PIAW-Weisheiten
23. August 2021 10:15

Ja manche Spiele sind wirklich gut , aber mir kommen da eher Zukunftsbilder in den Kopf und der Film „total recall “ oder künstliche Intelligenz fällt mir dazu ein.

Es ist eben eine weitere Art und Weise den Menschen vom wirklichen Leben zu trennen bzw abzulenken, aber niemand merkt es. Nur die die daran verdienen, nutzen es mehr und mehr, um nebenher künstliche Intelligenz als Normalität anzupreisen. Aber künstliche Intelligenz ist mit Vorsicht zu genießen. Der Übergang vom Videospiel zur künstlichen Intelligenz ist minimal. Die Grenze ist bereits verschwunden.

Zwischenweltler
Zwischenweltler
23. August 2021 10:39
Antwort an  PIAW-Weisheiten

Ich diskutiere nur ungern auf Blogs, deren Betreiber mich nicht näher kennen, aber hierzu möchte ich noch etwas sagen. (Also bitte Kevin, das ist keine persönliche Ansprache an Dich.)
Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht darin, dass diese Spiele die Menschen vom wirklichen Leben trennen. Denn das tut auch jeder Film, den wir sehen, jedes Buch, das wir lesen, und jede Mail, die wir an einen Freund schreiben und darin von unseren Träumen berichten.
Das Problem ist der Suchtfaktor, der die Spieler ihr reales Leben vergessen oder verdrängen lässt.
Sicher, jedes gute Buch und jeder faszinierende Film wird uns einen vergleichbaren Kick geben können, aber beides hat ein absehbares Ende, nach welchem wir unweigerlich in die Realität zurückkehren werden.
Angesagte Computerspiele haben aber kein Ende mehr. Wer will, kann sich über Wochen und Monate daran festhalten und dabei gerade mal seine Lebenserhaltungssysteme bedienen. Und darin sehe ich die Gefahr. Da gibt es keinen fixen Schnitt, der die Spieler in ihr wirkliches Leben zurück zwingt.

Nun ist natürlich jeder für sich selbst verantwortlich, klar. Und auch für die Spielsucht gilt, dass es Menschen gibt, die das Suchtgen haben, und andere eben nicht. Die Gefahr der Abhängigkeit wird sehr individuell sein. Aber eine Droge sind diese Spiele schon. Da sollten wir uns nichts vormachen.

PIAW-Weisheiten
23. August 2021 11:01
Antwort an  Zwischenweltler

Es ist nur ein Teil der Ablenkung der Elite, damit wir unseren freien Willen gegen ihren eintauschen. Es gibt viele Ablenkungen klar und auch viele Süchte. Aber der Schlüssel liegt im manifestieren. Durch Ablenkung von unserem Leben, manifestieren wir für die Elite ein schönes Leben. Und kaum einer bemerkt es. Womit wir uns beschäftigen, das ziehen wir in unser Leben. Der Fokus ist dein Schlüssel. Durch Millionen von Ablenkungen, wie auch Film und Tv usw… manifestieren wir für jemand anderen. Und dieser andere lacht sich mit seinen Milliarden auf seinem Konto täglich darüber ins Fäustchen. Denn derjenige verdient durch unseren vermeintlichen kurzen Spaß an Film oder Spiel Millionen täglich. Wir manifestieren damit Geld für andere. Nicht für uns. Weil unser Leben ja gerade nicht in unserem Fokus ist, während wir uns ablenken.

Zwischenweltler
Zwischenweltler
23. August 2021 11:53
Antwort an  PIAW-Weisheiten

Ja, das ist leider so.
Der Mensch neigt nun mal dazu (naturgegeben?) einen energiearmen Zustand einzunehmen. Und sich etwas vorleben oder vorgaukeln zu lassen, ist nun mal der bequemere Weg, als aktiv am Leben und dessen Gestaltung teilzunehmen.
Falls irgendwann einmal Außerirdische auf uns stoßen würden, bekämen die vermutlich einen Lachanfall ob unserer primitiven Intelligenz. 😉

seelenlandeplatz
23. August 2021 12:05

Ich habe unlängst einen Artikel gelesen – zur Erklärung: Es ging um Maßnahmen, die der geistigen Entspannung dienen, vor allem in Zeiten wie diesen, wo die (reale) Welt Kopf zu stehen scheint. Unter den allgemein bekannten Dingen wie Waldbaden, Natur, Wellness, Büchern oder Meditation empfehlen immer mehr Psychologen den Gebrauch einer VR Brille, mit deren Hilfe man ab und zu das Gehirn von der Realität entspannen lassen kann. Es klang in etwa so: Tauchen Sie in andere Welten ein, Sie werden sehen, wie schnell Sie auf andere Gedanken und gar Lösungen kommen, wenn Sie einen Urwald virtuell durchqueren oder Fische beobachten.
In Anbetracht der Welt, die sich gerade nicht von ihrer allerschönsten Seite zeigt, kann ich durchaus nachvollziehen, dass man sich in einer fantastischen vorerst wohler fühlt, von wahnsinnig schön designten Bildern fasziniert ist. Im Realen fühlen wir eine Ohnmacht all diesen misslichen Zuständen gegenüber , da der Mensch aber ein kreatives Schöpferwesen ist, das mitgestalten will, fühlt er Unzufriedenheit, Frust. In dieser lauten, reizüberfluteten Welt lässt sich die eigene Kreativität oft nur ungehört ausleben.
Ich kann nachvollziehen, dass das Leben in einer Blase, die man um sich spinnt, sich wunderbar anfühlen kann, auch ich tauche dort gerne ein und finde Entspannung, Kreatives, Bereicherndes.
Möglicherweise ist es auch die Sehnsucht danach, wie wir die Welt gerne hätten. Nehmen wir klassische Kriegsspiele mal heraus, aber in fantastischen Welten ist nicht alles zugemüllt, lebt eine Artenvielfalt, darf man lieben und leben, wie man will, ohne beurteilt zu werden, gibt es scheinbar unerahnte Möglichkeiten.

Die Dinge sind nie per se schlecht. Es kommt immer darauf an, wie man sie handhabt, konsumiert, sich von ihnen beeinflussen lässt. Reflektierten Menschen, die ein Bein noch im Leben haben, traue ich durchaus zu, dass sie diese Ausflüge genießen können, ohne sich in ihnen zu verlieren. Wobei: Es kann nicht schaden, ab und zu die Kontrolle abzugeben.

PIAW-Weisheiten
23. August 2021 13:34

mit der Kommentarfunktion ist wirklich nicht alles 100%. Vielleicht werden wir zu politisch und werden zensiert 🙂

Übrigens: Alles was einen Bildschirm hat, ist rein dafür konstruiert, um alle zu manipulieren, damit niemand weiß, wer Rumpelstilzchen in Wahrheit ist, der Rumpel der uns täglich das Geld und die Energie aus der Tasche zieht.

Und was die da oben angeht, die viel weiter fliegen als wir. Sie warnen davor, weil sie wissen, wie gefährlich Bildschirme und deren 5 G und Co-Antennen für die Gesundheit sind. Aber das ist eine andere Geschichte.

nebelkammer
23. August 2021 14:38

Die höchste Kunst ist immer noch die des Lebens. Medien kommen und gehen, worum es ihnen geht, bleibt allemal das Fragen: „Was bedeutet das alles?“
LG Michael

Horst
24. August 2021 20:39

Sehr überzeugendes Pamphlet!
Grüße aus Schweden, Horst

Feder und Geist
29. August 2021 19:13

Guter Beitrag. Videospiele sind auf jeden Fall Kunst. Es ist schade, dass sich diese Erkenntnis in Deutschland nur so allmählich durchsetzt. Gerade aus Sichtweise eines völlig veralteten Jugendschutzes war das Medium ja ständig eher als Verderbnis unter Generalverdacht.