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Mit den Augen eines Kindes

Mit den Augen eines Kindes – Das Nichtraucherbuch.

Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits fasziniert mich die absolut pragmatische Herangehensweise an das Thema Rauchstopp, andererseits stimmt es mich nachdenklich, wie knallhart hier kindliche Unschuld mit der entfremdeten Realität der Erwachsenenwelt kollidiert.
Für ein Kind kann unmöglich nachvollziehbar sein, was Abhängigkeit tatsächlich bedeutet, und doch weicht jenes fragile Unverständnis früher oder später abgeklärter Selbstverständlichkeit.

Sicher, diese Geschichte wurde in den 90ern geschrieben, als man den Nachwuchs noch mit ein paar Mark in der Hand zum nächsten Zigarettenautomaten schicken und Tabakwaren offiziell bereits ab 16 Jahren erwerben konnte, doch obwohl das Rauchen an sich heute weitaus verpönter ist, gehören Suchtmittel nach wie vor zum Alltag der westlichen Welt.

Lassen wir uns davon aber nicht die Stimmung vermiesen, immerhin haben wir es trotz des schwierigen Themas mit einem wahren Kleinod kreativer Schriftkunst zu tun. Erneut zieht Klein-Kevin alle Register und zeigt, was in ihm steckt. Spannung, Dramaturgie, Emotion – weitere Worte erübrigen sich, denn wir alle wissen, wozu er fähig ist. Ja, auch „Das Nichtraucherbuch.“ lässt keinen Zweifel am Genius des gefeierten Jungautors. Ich wünsche viel Vergnügen!

DAS NiCHTRAUCHERBUCH.

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RAUCHERBUCH.

Kevin Schmidt, 1998

(Zu den anderen Geschichten)


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Von Kevin Schmidt

Ich wandle zwischen Nostalgie und Zuversicht – das beschreibt mich ganz gut, glaube ich.

19 Antworten auf „Mit den Augen eines Kindes – Das Nichtraucherbuch.“

Hallo Kevin, danke für diesen Beitrag.
Egal zu welcher Zeit einfach JEDERZEI ist es wichtig, wertvoll und notwendig auf die Gefahr von Süchten hinzuweisen, aufzuklären und die Wahrheit dschon den Kindern nahe bringen.
Die Suchtgefährdeten werden ststs jünger. Nicht nur bei der Raucherproblemaik.
Liebe Segensgrüße M.M.

Es ist wichtig, aber auch sehr schwierig, es Kindern nahezubringen. Wenn ich dazu irgendwie, und sei es mit einem augenzwinkernden Blogeintrag, beitragen kann, freut mich das ungemein!

Danke dir und liebe Grüße zurück. 🙂

Lieber Kevin,
genial – es könnte so einfach sein, einfach Kevins Nichtraucherbuch erwerben, dann ist Schluss mit der Qualmerei. Gefällt mir sehr!
Lieber Gruß
Regina (raucht seit 2 Jahren nicht mehr, hätte ich dein Buch gehabt, hätte es vielleicht früher geklappt mit dem Aufhören 🙂 )

Ach, das ist ja echt schön. Ich war auch so kompromisslos als Kind. Ein stückweit bin ich das auch noch, in Gedanken, ich brülle es nicht mehr so hinaus, sondern lasse die Leute ihre eigenen Entscheidungen treffen. Wer weiß, vielleicht ist gerade das der Fehler?
LG, Tala

Endlich Nichtraucher war sehr beeindruckend. Hat mir leider nur für drei Wochen geholfen. Hab es bis heute nicht geschafft. Obwohl ich weiß, dass ich aufhören sollte. Wie war das gleich? Der Geist ist willig…naja. Irgendwann geht es dann von heute auf morgen….

Fand es tatsächlich auch sehr gut. Wurde mir allerdings aufgezwungen, als ich gar nicht aus eigenen Stücken aufhören wollte, sonst wären es mehr als ein paar Tage geworden.
Mittlerweile habe ich es hinter mir, ohne weiteres „Nichtraucherbuch“. Hat sich einfach so ergeben. Deswegen, ja, mach dir keinen Stress. Irgendwann geht es, davon bin ich auch überzeugt. 🙂

Ach ja, das mit der Raucherei… (Grade vor ein paar Wochen wieder mit dem Mist angefangen.)
So ein Nichtraucherbuch wäre schon klasse. Klein-Kevin hätte mal eins schreiben sollen 😉

Klein-Kevin bezog sich damals auf „Endlich Nichtraucher“ (unbezahlte Werbung) und Groß-Kevin findet das Buch gar nicht schlecht, vorausgesetzt, der Leser verspürt wirklich den eigenen Wunsch, damit aufzuhören. Da ich aber davon ausgehe, dass du damit vertraut bist, wünsche ich dir einfach mal so viel Erfolg. 😉 Wie sich das liest, hast du es immerhin schon mal geschafft, und ich behaupte, das erste Mal ist am härtesten. 🤔

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