Mut zur Balance

Ich finde keine Ruhe mehr. Zu viele offene Baustellen. Ich fühle mich getrieben, habe durchweg das Gefühl, noch nicht genug erledigt zu haben. Ich sorge in regelmäßigen Abständen dafür, dass mir selbst Dinge, mit denen ich zuvor überaus gerne meine Zeit verbracht habe, lästig werden und tue eigentlich nichts mehr aus reinem Vergnügen. Natürlich liebe ich es zu schreiben, ist der Bogen allerdings überspannt, wird jeder Satz zu mühseliger Arbeit. Auch habe ich großen Spaß am Fotografieren, wenn aber Stunde um Stunde für die Planung zukünftiger Instagram-Posts draufgeht, fällt irgendwann ein verdammt unvorteilhaftes Licht auf jedes noch so entzückende Motiv.…

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Unvertont – Nervengift

Schon seit ich denken kann, spielt Musik eine zentrale Rolle in meinem Leben. Ich liebe es, mich in ihr zu verlieren, und schätze sie überdies als kreatives Ausdrucksmittel. Genregrenzen waren mir dabei nie besonders wichtig, deshalb habe ich im Laufe der Jahre mit den verschiedensten Stilrichtungen experimentiert – unter anderem mit deutschem Rap. Meine ursprüngliche Intention war es, Sprechgesang mit gutturalen Techniken zu verbinden. Davon abgesehen erfüllte meine Musik alle erforderlichen Kriterien sowie üblichen Klischees: Klassische Hip-Hop-Instrumentals, reimdurchzogene und rhythmisch variable Texte, viel Prahlerei und hin und wieder äußerst nachdenkliche und ehrliche Worte … und auf genau diese möchte ich…

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Nihilismusarchiv – Leere (2017)

Man fragt nicht nach Verständnis, man bittet darum – so will es das kranke Konstrukt der Gesellschaft. Folgt bitte meinem in sich zerrütteten Beispiel und versteht, dass ich euren Fragen nicht freiwillig ausweiche, sondern gezwungenermaßen. Ob sich irgendetwas ändern würde, würde die Spirale plötzlich ins Stocken geraten, ist nicht von Bedeutung. Trotzdem durchstreife ich seit Jahren immer wieder spärlich beleuchtete Gedankengänge, wenn das letzte Wort gesprochen wurde.An wie vielen Türen ich bereits vorbeigegangen bin oder wohin sie geführt hätten, kann ich unmöglich sagen, denn ich habe ihnen selten Beachtung geschenkt. Ich wollte nie wissen, was abseits meines Weges liegt. Sicher,…

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Ein Augenblick der Monarchie

Ist es nicht unglaublich, dass ich gerade in meinem Bett liege, mit dem Daumen auf einem winzigen Bildschirm herumtippe und somit diese Zeilen verfasse? Zeilen, die letztlich auf Nullen und Einsen heruntergebrochen werden können? Dass ich diese Nullen und Einsen am Ende durch ein unsichtbares Datennetz schicke, um sie innerhalb von Sekunden für Nutzer auf der ganzen Welt zugänglich zu machen? Dass man die Seite, auf der sie veröffentlicht werden, mithilfe eines von mir erdachten Namens erreichen kann? Mich jedenfalls faszinieren solche Gedanken. Menschen bauen Flugzeuge, die die Schallmauer durchbrechen, schießen Satelliten ins All, die unsere Erde auf festen Bahnen…

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